Großer Klang im Großen Festspielhaus
In den Sonntagsmatineen zieht das Mozarteumorchester alle Register. Klangfarben, Dynamik, Rhythmus – mit großbesetzten Werken von den Wiener Klassikern über die bedeutenden Romantiker bis in die Moderne entfaltet das Orchester die gesamte Palette seiner Meisterschaft und sorgt für garantierten Kunstgenuss und Gänsehaut am Sonntagmorgen. Erstklassik, vielseitig, begeisternd!
Einführungsvortrag 10.30
in der Fördererlounge
ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS Dirigent
OKKA VON DER DAMERAU Altsolo
BACHCHOR SALZBURG
SALZBURGER FESTSPIELE UND THEATER KINDERCHOR
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll für Altsolo, Knabenchor, Frauenchor und Orchester
Gustav Mahler komponierte seine
3. Symphonie 1895/96 in Steinbach am Attersee als monumentale „Weltanschauungssymphonie“. Das über100-minütige Werk entfaltet einen musikalischen Kosmos von der leblosen Natur bis zur „Liebe Gottes“. Inspirationsquellen waren Naturerleben, Nietzsche und „Des Knaben Wunderhorn“. Die Uraufführung 1902 in Krefeld wurde ein großer Triumph und bestätigte Mahlers visionären Anspruch, eine ganze Welt in Musik zu fassen.
Einführungsvortrag 10.30
in der Fördererlounge
HAN-NA CHANG Dirigentin
ALEXANDER GADJIEV Klavier
CÉCILE LARTIGAU Ondes Martenot
Lera Auerbach
Eve’s Lament „O Flowers, That Never Will Grow“ für Orchester
Sergej Rachmaninoff
„Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ für
Klavier und Orchester op. 43
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Drei Werke erwarten das Publikum in dieser Sonntagsmatinee: Lera Auer-bachs „Eve’s Lament“, Rachmaninoffs Paganini-Variationen und Tschaikowskys 5. Symphonie. Auerbach verbindet persönliche Biografie mit moderner Klangsprache und thematisiert weibliche Selbstbehauptung. Rachmaninoff gestaltet in seinen Variationen einen musikalischen Dialog mit dem Teufel. Tschaikowskys „Fünfte“ spiegelt innere Konflikte zwischen Schicksal, Verzweiflung und Triumph und wurde trotz anfänglicher Kritik zu einem Repertoirewerk.
Einführungsvortrag 10.30
Fördererlounge
TABITA BERGLUND Dirigentin
MAXIMILIAN HORNUNG Violoncello
Antonín Dvořák
für Violoncello und Orchester Nr. 1 h-Moll
op. 104
Carl Nielsen
Helios-Ouvertüre für Orchester op. 17
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
„Nussknacker“ Suite aus dem gleichnamigen Ballett op. 71a
In diesem Konzert werden drei Welten miteinander verwoben: Dvoráks zweites Cellokonzert, in den USA entstanden, vereint slawische Schwermut mit Lebensfreude und persönlicher Erinnerung. Carl Nielsens Ouvertüre „Helios“ schildert in eindrucksvoller Klangmalerei den Lauf der Sonne über Griechenland. Tschaikowskys „Nussknacker“ schließlich verbindet Walzerseligkeit, Märchen-traum und unterschwellige Melancholie und zählt zu den beliebtesten Werken der späten Romantik.
Einführungsvortrag 10.30
Fördererlounge
ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS Dirigent
LISA BATIASHVILI Violine
Gustav Mahler
Symphonischer Satz für Orchester „Blumine“
Magnus Lindberg
Violinkonzert Nr. 1
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Mahlers Erste Symphonie zeigt den Konflikt zwischen Programmmusik und absoluter Form, zwischen romantischem Überschwang und späterer Selbstkritik. Lindbergs Violinkonzert verbindet Moderne und Tradition, Virtuosität undlyrische Erinnerung. Brahms’ Erste Symphonie steht für das existenzielle Ringen mit dem symphonischen Erbe Beethovens und für die Versöhnung von strenger Form, innerem Drama und triumphaler Erlösung.
Einführungsvortrag 10.30
Fördererlounge
CONSTANTINOS CARYDIS Dirigent
MARTIN JAMES BARTLETT Klavier
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5
Es-Dur op. 73
Minas Borboudakis
Katharsis für Orchester
Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70
Beethovens 5. Klavierkonzert, das im Kriegsjahr 1809 entstand, vereint heroische Kraft und intime Zartheit. Minas Borboudakis’ Klavierstück „Katharsis“, das in einer orchestrierten Fassung gespielt werden wird, stellt nach Dante Gegensätze wie Hölle und Paradies in hoch expressiver moderner Klangsprache dar. Schostakowitschs 9. Symphonie unterläuft 1945 bewusst die Erwartung einer triumphalen Siegessymphonie und entlarvt politischen Jubel durch Ironie, Groteske und tiefe Tragik.