Wiener Klassiker und ausgefallene Kostbarkeiten
In den Donnerstagskonzerten brilliert das Mozarteumorchester allen voran mit mitreißenden Interpretationen der Musik Mozarts und seiner Zeitgenossen, begeistert aber ebenso mit ausgefallenen Kostbarkeiten anderer Epochen. Ob Mozart, Barock oder Moderne – die lebendigen Deutungen sind stets unverwechselbar.
Einführungsvortrag 10.30 Wiener Saal
ENRICO ONOFRI Dirigent
BENJAMIN SCHMID Violine
Wolfgang Amadé Mozart | Georg Friedrich Händel
Ode auf St. Caecilia
HWV 76 – Overtura KV 592
Giovanni Battista Viotti
Konzert für Violine und Orchester Nr. 16
e-Moll G. 85
Carl Friedrich Abel
Symphonie Es-Dur op. 7.6 KnaA 18
Wolfgang Amadé Mozart
Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Die heilige Cäcilia gilt als Schutzpatronin der Musik. Händels „Ode auf St. Caecilia“ wurde 1739 in London uraufgeführt und später von Mozart im Auf-trag Baron van Swietens neu instrumentiert. Weiters im Programm folgen Viottis Violinkonzert Nr. 16 und eine Symphonie von Abel, deren Instrumentierungen von Mozart erweitert wurden. Krönender Abschluss ist Mozarts Symphonie KV 543, ein Höhepunkt seines symphonischen Schaffens voller Ausdrucksvielfalt und orchestraler Farben
Einführungsvortrag 10.30 Wiener Saal
ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS Dirigent
KYOHEI SORITA Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1
g-Moll op. 25
Fanny Hensel
Das Jahr. 12 Charakterstücke
(Uraufführung – Orchestrierung von Detlev Glanert im Auftrag des Mozarteumorchesters)
Felix Mendelssohns erstes Klavierkonzert (1830/31) ist trotz Molltonart von heiterem, südlichem Geist geprägt. Die drei attacca verbundenen Sätze verbinden Virtuosität und Lyrik. Ergänzt wird das Programm durch Fanny Hensels Klavierzyklus „Das Jahr“, ein poetisches Hauptwerk der Romantik. Detlev Glanert orchestrierte den Zyklus behutsam und machte dessen erzählerische Kraft und farbige Ausdruckswelt für Orchester hörbar.
Einführungsvortrag 18.30 im Wiener Saal
GIOVANNI ANTONINI Dirigent
DMITRY SMIRNOV Violine
Michael Haydn
Symphonie Nr. 25 G-Dur MH 334 mit Einleitung von Wolfgang Amadé Mozart
Joseph Haydn
Konzert für Violine und Orchester C-Dur, Hob. VIIa:1
Ludwig van Beethoven
Romanze für Violine und Orchester G-Dur, op. 40
Franz Schubert
Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589
Johann Michael Haydn, lange im Schatten seines Bruders stehend, war ein eigenständiger Komponist mit bodenständiger Melodik. Seine C-Dur-Symphonie Nr. 25 entstand 1783 als Festmusik. Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur verbindet barocke Tradition mit klassischer Eleganz. Beethovens Romanzen zeigen lyrische Cantabilität, während Schuberts 6. Symphonie Rossinis Operngeist mit haydnscher Heiterkeit vereint.
Einführungsvortrag 18.30 im Wiener Saal
ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS Dirigent
FAZIL SAY Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre C-Dur op. 101
„Trompeten-Ouvertüre“
Wolfgang Amadé Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23
A-Dur KV 488
Fazıl Say
Yürüyen Köşk („Das verschobene Haus“) für Klavier und Streicher op. 72b
Robert Schumann
Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Joseph Haydns d-Moll-Symphonie von 1768 verbindet liturgische Karwochen-Zitate mit eigenständiger symphonischer Form; das abschließende Menuett deutet bereits auf österliche Heiterkeit. Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV488 besticht durch intime Klangfarben, Dialog zwischen Solist und Orchester und kontemplative Tiefe. Fazil Says „Yürüyen Köşk“ verbindet Naturbildermit moderner Tonsprache. Schumanns Symphonie Nr. 2 entstand in einer Phase schwerer gesundheitlicher Probleme, die in einem triumphalen Finale überwunden werden
Einführungsvortrag 18.30 im Wiener Saal
ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS Dirigent
WIEBKE LEHMKUHL Alt
Othmar Schoeck
„Sommernacht“ pastorales Intermezzo für
Streicherorchester nach dem Gedicht von Gottfried Keller op. 58
Gustav Mahler
Rückert-Lieder – 5 Lieder nach Texten von
Friedrich Rückert (1901) für Singstimme und Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 5 D-Dur/d-Moll op. 107
„Reformation“
Othmar Schoeck gilt als bedeutendster Komponist der deutschsprachigen Schweiz im 20. Jahrhundert. Als Opern- und Liedkomponist hochgeschätzt, geriet er nach 1945 zeitweise in Vergessenheit, wird heute aber neu entdeckt. Gustav Mahlers Rückert-Lieder sind intime Orchesterlieder voller persönlicher Tiefe. Mendelssohns Reformations-Symphonie verbindet religiöse Symbolik, jugendliche Frische und klangliche Experimentierfreude.
Einführungsvortrag 18.30 Wiener Saal
IVOR BOLTON Dirigent
ANASTASIA KOBEKINA Violoncello
Wolfgang Amadé Mozart
Serenade in D-Dur KV 239
„Serenata notturna“
Joseph Haydn
Konzert für Violoncello und Orchester
Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb:1
Ludwig van Beethoven
Prometheus-Ouvertüre op. 43
Wolfgang Amadé Mozart
Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“
Mozarts Serenade „Serenata notturna“ KV 239 (1776) verbindet Unterhaltungsmusik mit experimentellem Geist: Zwei Ensembles treten dialogisch wie im Concerto grosso einander gegenüber. Haydns frühes Cellokonzert C-Dur, erst 1962 wiederentdeckt, vereint höfische Eleganz mit virtuoser Brillanz. Beethovens Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ feiert Kunst als zivilisierende Kraft. Mozarts „Prager“ Symphonie öffnet mit dramatischer Tiefe den Weg zur musikalischen Zukunft.