DIE KLEINE ZAUBERFLÖTE
Am Dirigentenpult waltet inspiriert und exakt Tobias Meichsner, das Mozarteumorchester Salzburg spielt diese Musik wohl auch im Schlaf perfekt, hat aber hör bar viel Freude an der Sache.
Der neue Merker // MAI 2026
BERLIN ALEXANDERPLATZ
Da sitzt ein formidables Opernorchester im Graben, das wieder einmal mit Vielseitigkeit und klanglicher Präzision überzeugende Mozarteumorchester Salzburg, und modelliert unter der sicheren Leitung von Leslie Suganandarajah scharfe, avantgardistische Tonfolgen ebenso perfekt wie Jazz-Symphonisches a la Bernstein, ratternden Rap, 20er-Jahre-Swing und sogar Deutsch-Volksliedhaftes wie im Gesang vom „Schnitter Tod'. Ein paar wohlig romantische Musical-Momente dürfen auch nicht fehlen.
Der neue Merker // MAI 2026
IM NIEMANDSLAND DER GEFÜHLE
Alle Nuancen des Liebes- und Todesdramas sind in der Musik enthalten. Das Mozarteumorchester formt einen fiebrigen Sehnsuchtsklang, getragen von expressiven Streichern und brillantem Holz. Der Orchesterklang birgt in der trockenen Landestheater-Akustik wenig Schmelz, Musikdirektor Leslie Suganandarajah durchleuchtet die Partitur analytisch. Trennschärfe und Durchsichtigkeit kommen auch den Sängern zugute.
SN // 02 MÄR 2026
DIE GLÄNZENDE MITTE
Auf seiner Guarneri lässt González-Monjas Mozarts Werke klangberedt wie kantabel glänzen, streut gelegentlich elegantes Vibrato ein und bleibt zu jeder Zeit dem Ideal der Klangschönheit verpflichtet. Wo es anderswo kratzbürstiger zugehen mag, bleibt dieser Mozart jederzeit strahlend hell, aber gleichwohl höchst flexibel und überlegt phrasiert. Selten, aber immer noch so, dass es auffällt, streut González-Monjas auch originelle Verzierungen ein oder leichte Verzögerungen, die dem musikalischen Humor bei Mozart Tribut zollen.
www.klassik.com // 26 FEB 2026
MOZART VIOLINKONZERTE
Das Ergebnis ist ein Mozart mit Gewicht und mit entsprechend gedrosselten Tempi. González-Monjas, der auch Reinhard Goebel zu seinen Einflüssen rechnet, orientiert sich dabei erkennbar an der
historisierenden Aufführungspraxis. Dazu passt es, dass er den Solopart improvisatorisch aufbricht und Vibrato nur dezent einsetzt. Nicht nur in der türkischen Episode des Finales der Nr. 5
verrät er außerdem ein Gespür für Theatralik und Effekt.
Fono Forum // MÄR 2026
THE VIOLIN CONCERTOS
Sie könnten kaum besser zueinander passen: die fünf Violinkonzerte, die Mozart zwischen 1773 und 1776 in Salzburg komponierte und das traditionsreiche Mozarteumorchester Salzburg! Die
Einspielungen durch Gonzáles-Monjas und das prächtig gelaunte Orchester kommen dem Einfallsreichtum des Komponisten von Anfang an auf die Spur: tänzerische Leichtigkeit, melodischer Tiefgang und
nahtloses Zusammenspiel ergänzen sich vorzüglich. Gonzáles ist gleichsam ein Primus inter Pares, der das Geschehen sorgsam leitet und sich als Solist nicht zu sehr in den Vordergrund spielt. Sein
feiner, sauberer Ton entfaltet sich dezent, die Virtuosität wird nicht zum Selbstzweck. Der Geiger fügt ganz im Stil der Mozart-Zeit Verzierungen hinzu, die das Klangbild beleben, ohne dominant
zu werden. Die in fast allen Sätzen geforderten Kadenzen oder Eingänge sind stilvoll gestaltet und erlauben dem Solisten, zusätzliche brillante Highlights zu setzen.
klassik-heute.de // 25 FEB 2026
VOM ABGESANG IN LICHTE HÖHEN
Mit Anton Bruckner wechselte der Horizont nach der Pause ins Positive – der erste Komponist, der den von Franz Schubert spät ins Spiel gebrachten Faktor Zeit als maßgebliches Element in seine Werke einbezog und damit Hörer zu bis dahin kaum so geforderter Konzentration zwang, zum Mitdenken und Nachfolgen in intellektuelle Höhen. Andris Poga gab der Romantischen so annähernd siebzig Minuten und gestaltete diese mit dem Mozarteumorchester zu einem nicht oft zu erleben Höhepunkt an tönender Kultur.
In der Ruhe liegt die Kraft: Wie im Finale das Tempo gegen Ende hin in eine rauschhafte Apotheose aufgetürmt wurde, ausklang und nachhallte, hob diese Wiedergabe in den Rang des Außergewöhnlichen. Entsprechend fiel der Jubel aus.
DrehPunktKultur // 23 FEB 2026
KLASSIK
Seit September 2024 leitet Roberto González-Monjas das von Mozarts Witwe Constanze mitbegründete Mozarteumorchester Salzburg. Nun hat er die fünf Violinkonzerte eingespielt, geführt von der Solovioline aus. Auf seiner Guarneri entfaltet der 37-Jährige einen geschmeidigen, zugleich brillanten Ton. Gesanglich und elegant, mit Sinn für feinste Nuancen, gestaltet er zarteste Pianissimi und kann im nächsten Moment entschlossen zupacken. Besser geht’s kaum.
FALTER // 18 FEB 2026
GIULIO CESARE IN EGITTO
Kampf um Macht und Liebe in Las Vegas
Das Mozarteumorchester Salzburg unter Carlo Benedetto Cimento musiziert springlebendig, mit idealer Terrassendynamik, dann wieder melancholisch verschleiert mit weiter Klangkoloristik und erzeugt eine hohe Gefühlsintensität.
SALZBURGER NACHRICHTEN // FEB 2026
Originalklang-Asketen aller Geschlechter mögen sich über die Orchestermischung aus alten und neuen Instrumenten mokieren, doch was aus dem Graben und auch von der Bühne tönt, ist nicht nur in sich stimmig, sondern fein ziseliert, gefühlvoll artikuliert, oft mit Biss musiziert — kurzum: Chapeau, Mozarteumorchester Salzburg mit Gästen und Continuo-Trio! Solohornist Rob van de Laar betört als Arienpartner. Am Pult sorgt Carlo Benedetto Cimento für erstklassigen Händel-Sound und kostet die vielen abgründig emotionalen Passagen der genialen Partitur sensibel aus; ein famoser Theaterkapellmeister ist er sowieso.
DER NEUE MERKER // FEB 2026
DIE ZAUBERFLÖTE, Landestheater Salzburg
Im Graben musiziert das dem Raum entsprechend groß besetzte Mozarteumorchester Salzburg, wahrlich ein Garant für historisch informiertes, aber flexibles Mozart-Spiel mit vielen schönen Soli. Welch ein Glück, dass kein Hammerklavier hineinplappert. Roberto González-Monjas sorgt am Pult nicht nur für straffe Tempi und markante Akzente, sondern immer wieder auch für fein ausgehorchte Lyrik und sensible Transparenz des Klangs. Er hat auch den Mut zu poesievoll schwebendem Verharren — das Stück ist vieles, aber auch eine Art Urknall der romantischen Oper.
Der neue Merker // FEB 2026
Das Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Roberto González-Monjas bildet den musikalischen Rahmen, der die dramaturgische Struktur trägt und die psychologische Tiefe der Figuren lebendig werden lässt.
Brandaktuell.at // 28 JÄN 2026
Die schönste Neuerscheinung zum 270. Geburtstag des Salzburger Meisters
Welch wundersames Album an höchster Kunstfertigkeit bei locker frecher Bravour und kulinarischer Verfeinerung allererster Güte. González-Monjas erzählt auf der Geige brillant-beseelt mit virbatoarmen in der Tiefe üppigem Klang. Das beste Mozart Violinkonzertalbum überhaupt. Höchste Empfehlung!
Onlinemerker.com // 27 JÄN 2026
Musikalisch beginnt der Abend vielversprechend: Markig, schroff, winterkalt setzt das Mozarteumorchester unter Chefdirigent Roberto González-Monjas die Ouvertüre in den Raum – und bleibt dann über drei Stunden präzise, ausdrucksstark und unsentimental.
ORPHEUS // 25 JÄN 2026
Leben und Sterben bei den Mozarts
Getragen werden die Sänger vom Mozarteumorchester, dem Roberto González-Monjas einen wunderbar federnden, kontrastreichen Mozart-Klang zwischen strahlender Farbenpracht und fahler Eintrübung verleiht. Der Chefdirigent muss an unzähligen Details gearbeitet haben, von der Ouvertüre an ist die Orchesterleistung von Plastizität und Transparenz getragen.
SN // 25 JÄN 2026
Die letzten Stunden in der Oper verbracht
Ein freier, flexibler Zugang, klangliche Differenzierungen und plastische Modellierungen machen diesen Mozart zum Vergnügen.
Kleine Zeitung // 25 JÄN 2026
So geht Zauberflöte!
Das Mozarteumorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Roberto González-Monjas überzeugte bei der Premiere am Freitag (23.1.) mit einer historisch informierten, kernig zupackenden, dabei betörend transparenten Lesart. Verbeugung vor dem Mozarteumorchester und Roberto González-Monjas, die eine Zauberflöte hingelegt haben, wie frisch vom Kopisten.
Der Standard & DrehPunktKultur // 25 JÄN 2026
Das große Pfund des ganzen Abends ist aber auf jeden Fall Roberto González-Monjas am Pult des Mozarteumorchesters, denn das ist ein sehr, sehr schroffer Klang. Er hat ein Klangkonzept, finde ich, das fast so ein bisschen Revolutionscharakter hat, fast schon auf Beethoven verweist, aus meiner Sicht – das hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen.
Jörn Florian Fuchs in Kultur heute // Deutschlandfunk // 25 JÄN 2026
Der Premium-Klangkörper und sein neuer Chefdirigent Roberto González-Monjas ergeben eine superbe Mischung – glanzvoll von Anfang bis Schluss bringen sie neben Brillanz auch authentische Emotionen.
Opern News // 24 JÄN 2026
Salzburg: „Zauberflöte“ szenisch überdreht, musikalisch qualitätsvoll
Exzellent, stets fordernd und energiegeladen am Pult kann Roberto González-Monjas das Mozarteumorchester Salzburg zu einem höchst lebendigen, kantablen und detailreichen Musizieren animieren.
Kurier // 24 JÄN 2026
Umjubelte Premiere der „Zauberflöte“ bei der Mozartwoche
Der Regisseur und Intendant des Festivals macht aus dem Singspiel ein Wohnzimmertheater und stellt den Komponisten selbst ins Zentrum. Musikalisch wurde diese Idee exzellent von Dirigent Roberto González-Monjas umgesetzt.
Puls 24 // 24 JÄN 2026
Wer hingegen wirklich einen Lorbeerkranz verdient hätte, ist Roberto González-Monjas. Er zeigt ein sehr sicheres Gespür für Tempi und Gelassenheit, hält das Klangbild transparent und trägt die Sängerinnen und Sänger auf Händen. Das Mozarteumorchester Salzburg leuchtet dabei in vielen Farben und die Begeisterung des Dirigenten ist im Zusammenspiel zwischen Graben und Bühne sichtbar.
APA // JÄN 2026
Wolfgang Amadeus Mozart „The Violin Concertos“ Mozarteumorchester Salzburg
Eindrucksvoll gerät die Dynamik, bei bemerkenswerter Transparenz und Klarheit. Hier kommt sehr postiv zum Ausdruck, dass Gonzalez-Monjas sowohl als Chefdirigent und Solist fungiert, womit sich die Gesamtdramaturgie der Aufführung in einer Hand befindet. Eine innovative Einspielung, deren motivische Verflechtungen wunderbar stimmig herausgearbeitet wurden.
KULTKOMPLOTT.DE // 22 JÄN 2026
Eine Reise in Mozarts Salzburger Seelenwelt
Roberto González-Monjas präsentiert sich in der neuen Einspielung mit dem Mozarteumorchester als exzellenter Geiger. Und als Chefdirigent, der mit seinen Mitmusikern bestens harmoniert.
Roberto González-Monjas wirft sich mit Neugier, Energie und Witz in diese erste Visitenkarte, die der 17-jährige Komponist auf dem Gebiet der Instrumentalkonzerte hinterlässt. Der seit dem Amtsbeginn
beschworene „Roberto-Effekt“ des charismatischen jungen Künstlers hat sich seither in Konzerten und CD-Aufnahmen eingelöst.
Zur Musik des Genius Loci findet González-Monjas einen undogmatischen Zugang, wie er in seinem ersten „Salzburger“ Jahr im Zyklus der Donnerstagskonzerte zeigte. Hier widmete er sich den fünf Violinkonzerten, die allesamt in der Salzburger Zeit entstanden sind. Damit konnte sich der Dirigent dem Heimpublikum auch als vorzüglicher Geiger präsentieren – eine Fähigkeit, die ihm erst die internationale Karriere ermöglichte. Jetzt lässt sich dieser Reise durch diesen Werkkomplex kompakt in einer Einspielung nachspüren.
Die Spannung, die der Spanier in den Solopassagen erzeugt, überträgt sich auf das Mozarteumorchester, das dynamisch nuancen- und kontrastreich, packend und herb wie ein Originalklang-Ensemble klingen kann. Wenn Klangschönheit gefragt ist, haben die modernen Instrumente naturgemäß eine größere Bandbreite. Die Eine Reise in Mozarts Salzburger Seelenwelt dosiert der Chefdirigent und entlockt den Frühwerken damit enorme Vielschichtigkeit.
Der Eindruck einer pulsierenden, lebendigen Mozart-Interpretation, die kein Detail unbeachtet lässt, bleibt erhalten. Besonders reizvoll ist die unmittelbare Gegenüberstellung des Presto-Finalsatzes im ersten Violinkonzert mit dem Rondo, das Mozart eigens für den Salzburger Geschmack als Alternative komponierte. Seine kundigen Einführungen in die Welt des jungen Komponisten sind ein weiteres Plus dieser Einspielung, die Lust auf mehr Mozart in dieser Konstellation macht.
SALZBURGER NACHRICHTEN // 20 JÄN 2026
Giulio Cesare am Salzburger Landestheater
„Carlo Benedetto formt am Pult des Mozarteumorchesters einen vibratolosen, hochenergetischen Klang, der die Dramatik der Musik entfesselt.“
SALZBURGER NACHRICHTEN // 19 JÄN 2026
„Ein Meilenstein“ Mozarts Violinkonzerte mit dem Mozarteumorchester
Keine unnötigen Experimente. Selbst die sparsam dosierte Ornamentik hat González-Monjas perfekt auf den Punkt platziert. Das zeugt von profunder Kenntnis der historischen Aufführungspraxis. Warum hat Roberto González-Monjas auf das Privileg verzichtet, diese heiligen Reliquie des Mozarteums (Anmerkung: Die Original-Geige Mozarts zu spielen) zu benutzen? Er sagt: Das Instrument noch einmal wieder zu beleben, hätte zu viel Aufwand verlangt, versicherungstechnisch und musikalisch. Ihm sei es vor allem anderen wichtig gewesen, diese Konzerte mit seiner „eignen Stimme“ und damit der eigenen Violine zu gestalten. Letztlich zählt in der Musik der lebendige Klang und da liegt ganz offenbar die Guarneri vorn. Insofern war die pragmatische Entscheidung von Roberto González-Monjas die einzig richtige. Für das Mozarteumorchester ist diese Gesamtaufnahme mit ihm jedenfalls ein echter Meilenstein.
Dieser smarte neue Chefdirigent ist ein Glück: Er hat dem Mozarteumorchester in kürzester Zeit einen kräftigen Energieschub verpasst.
SWR // 13 JÄN 2026
Studieren und Orchester lernen
Mit Beginn dieser Saison hat das Mozarteumorchester sein Ausbildungsprojekt Constanze Mozart Orchesterakademie begonnen. Herausragend talentierte junge Instrumentalisten sollen gezielt auf eine
professionelle Orchesterkarriere vorbereitet werden. Das Projekt versteht sich als praxisorientierte Ergänzung, das heißt, die Teilnahme an der Constanze Mozart Orchesterakademie läuft neben dem
Studium an einer Musikuniversität oder Musikhochschule.
Das Ausbildungskonzept folgt dem Prinzip „Training on the job“. Die jungen Leute sind aktiv in das Orchesterleben eingebunden und wirken bei Konzerten, Opernproduktionen, CD-Aufnahmen, Tourneen
sowie Kammermusik- und Musikvermittlungsprojekten mit. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen Mentoren aus den Reihen des Orchesters. Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Schulungen in
Bereichen wie Auftrittstraining, mentale Stärke, Kommunikation und Gesundheitsvorsorge – Kompetenzen, die für eine langfristig erfolgreiche Laufbahn als Orchestermusiker:in unerlässlich
sind.
DrehPunktKultur // 04 NOV 2025
Ein Altmeister führt zügig auf Bruckners Achttausender
Mit 86 gut zu Fuß: Marek Janowski bewältigt am Pult des Mozarteumorchesters Bruckners Achte Symphonie mühelos.
Marek Janowski ist ein Fachmann für symphonische Riesengebilde. Dass der 86jährige einen genauen Bauplan für die Achte besitzt, wurde in der Sonntagsmatinee des Mozarteumorchesters von Beginn an
offensichtlich. Janowski kann mit dem Weihrauch dieser von Bruckner selbst mystifizierten Symphonie nichts anfangen. Mit straffem Zugang setzt der den Kopfsatz in Bewegung.Hie rwurde in den
Proben ausgezeichnete Arbeit geleistet, das Mozarteumorchester präsentiert sich quer durch alle Instrumentengruppen in Hochform. […] Gesamteindruck der Interpretation: schnörkellos von innerer
Logik erfüllt, packend musiziert.
Salzburger Nachrichten // 10 NOV 2025
Tour de force im Strahlklang
Das Mozarteumorchester widmete seine Sonntagsmatinee (9.11.) im Großen Festspielhaus Bruckners Achter – und überwältigte unter Gastdirigent Marek Janowski. Zahlreiche „Vorhänge“ bezeugten Respekt
vor dieser vermutliche flottesten aller je gehörten Achten.
DrehPunktKultur // 10 NOV 2025
Gar nicht gruselig
Nachwuchspflege liegt Leopold Hager am Herzen und so boten er und das Mozarteumorchester, das mit Wagners Fiegendem Holländer und der Vorbereitung der nächsten Sonntagsmatinee mit Bruckners
Achter nicht gerade unter Arbeitsmangel leidet, den jungen Kollegen Gelegenheit zum Sich-Erproben. Daher sollte auch das Konzert zum Leopold Hager Dirigent:innen Fonds am Freitag (31.10.) im
Orchesterhaus nicht als Wettbewerb um Sieg oder Trophäe betrachtet werden, zumal das gebotene Niveau in allen drei Fällen hoch und erfreulich war. Katharina Müllner hatte die Italienische von
Felix Mendelssohn Bartholdy einstudiert, Julius Zeman die Symphonie Nr. 1 C-Dur von Georges Bizet und Carlo Benedetto Cimento die Symphonie Nr. 4 c-Moll Tragische von Franz Schubert. Summa
summarum ein in jeglicher Hinsicht erfreuliches Triple, entsprechend gewürdigt und bedankt.
DrehPunktKultur // 03 NOV 2025
Salzburg feiert 60 Jahre „The Sound of Music“: Ein Sound mit ewigem Echo
Aktuelle und ehemalige Mitwirkende der Salzburger Inszenierung, die das Landestheater seit 2011 auf dem Spielplan hat, sangen und spielten einzelnen Szenen in einer flott umbaubaren Mehrzweckkulisse, das Mozarteumorchester veredelte manchen Evergreen mit seidig-orchestralem Sound, am Schluss wurde das Publikum zum Sing-Along gebeten.
Salzburger Nachrichten // 24 OKT 2025
FELSENREITSCHULE / DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Im zweiten Aufzug entfacht das Mozarteumorchester Intensität und Klangzauber.
Salzburger Nachrichten // 21 OKT 2025
Parnass der Polyphonie
HEIMSPIEL KAMMERMUSIK / LEOPOLD HAGER
Den 90. Geburtstag auch daheim zu feiern, bereitete Leopold Hager gemeinsam mit Mitgliedern seines ehemaligen Klangkörpers am Samstagnachmittag im Orchesterhaus sich selbst ein kammermusikalisches Fest
Bach Opus ultimum BWV 1080, Die Kunst der Fuge, ist ein, wenn nicht der absolute Gipfel des Geistes und blieb doch ein Torso. Verschiedentlich regte Die Kunst der Fuge auch zu Instrumentierungen an, für Orchester oder, wie von Leopold Hager Anfang der 1970er-Jahre, für ein Tasteninstrument plus Streichquartett und vier Holzbläser. Solcherart hat er aus der Vorlage ein „Spielstück“ gewonnen. Nach Hagers Eröffnung am Cembalo, der mit seinen Händen dann nur mehr sparsam Akzente markierte, bot das Mozarteum-Quartett (Markus Tomasi und Marianne Riehle, Violine, Milan Radić, Viola, sowie Marcus Thomas Pouget, Violoncello) auf dem Podium im Ferstl-Saal des Orchesterhauses einen seiner raren lokalen Auftritte. Das Stimmengeflecht schlüsselten an den Bläserpulten Ingrid Hasse, Flöte, und Isabella Unterer, Oboe, auf. Zu beiden Seiten flankiert durch Àlvaro Canales Albert, Fagott, und Johannes Rempp, Englischhorn.
Alle in einvernehmlichem Einsatz die fordernden anderthalb Stunden hindurch und – inklusive Geburtstagskind – gebührend bedankt und gefeiert.
DrehPunktKultur // 20 OKT 2025
Das Happy End ist nicht der Tod
FELSENREITSCHULE / DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Das Salzburger Landestheater gastiert mit einer musikalisch wie vor allem sängerisch überzeugenden Produktion von Richard Wagners romantischer Oper Der fliegende Holländer in der Felsenreitschule.
Am Pult des Mozarteumorchesters ließ Leslie Suganandarajah bei der Premiere am Sonntag (19.10.) die Stürme auf dem Meer und in den Herzen immer markanter und angriffiger hochgehen.
Grundsätzlich wirkt die Balance zwischen Solisten und Orchester gut austariert. Das Mozarteumorchester, besonders in den Bläsern, Holz wie Blech, lässt das Meer und seine Launen in vielfältigsten Farben schillern.
DrehPunktKultur // 20 OKT 2025