VON DER BLASMUSIK ZUM MOZARTEUMORCHESTER

DIE JUNGE POSAUNISTEN-GENERATION ERZÄHLT


 

In Blasmusikkapellen ein Muss, im Symphonieorchester unverzichtbar: Mit ihrer mal düsteren, mal heroischen Klangfarbe darf die Posaune nicht fehlen. In Österreich sind beide Gattungen eng miteinander verknüpft. Nicht selten führt der Weg eines Bläsers in ein klassisches Orchester über die Volks- und Blasmusik. So verlief auch der Werdegang von Christian Winter, Christoph Astner und Thomas Weiss, der jungen Posaunisten-Generation im Mozarteumorchester.

„Ich kann mich sehr gut erinnern, dass mein Opa und mein Papa immer schon zuhause geübt haben“, erzählt Christian Winter, der 2012 mit nur 24 Jahren als Solo-Posaunist zum Mozarteumorchester kam. „Beide waren bei der Blasmusikkapelle. Dadurch habe ich meinen ersten Kontakt zur Musik bekommen.“ Mit sieben wollte er dann selbst ein Instrument erlernen und Teil der Gruppierung werden. Vor allem im Hinblick auf die soziale Komponente war die anfängliche Zeit in der Musikkapelle für den aus Vöcklamarkt stammenden jungen Musiker absolut prägend. „Man lernt, gemeinsam zu spielen und mit Freude Musik zu machen.“ Selbst im anspruchsvollen und oft herausfordernden Profi-Alltag dominiert diese Freude bei ihm noch heute.

 

Die beste Blech- und Holzbläserschmiede der Welt


Auch Posaunen-Kollege Christoph Astner spielte schon früh regelmäßig mit Vater, Schwester, Bruder, Onkel und Cousin. Von der Musikkapelle Münster gelangte er schrittweise ins Landesblasorchester Tirol. Irgendwann war klar, dass er seine Leidenschaft zum Beruf machen würde. „Als junger Mensch will man natürlich in die Champions League und das ist immer noch das klassische Symphonieorchester“, sagt er, „denn dort spielen die Besten der Besten zusammen.“ Mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen hat er sein hohes Ziel erreicht, aber er weiß auch: „Ohne die Blasmusik wäre ich nicht im Mozarteumorchester.“ Für ihn ist die Blasmusiktradition die beste Blech- und Holzbläserschmiede der Welt. Sein Leben als Musiker erfüllt ihn jeden Tag aufs Neue mit Dankbarkeit. „Du fährst mit dem Rad durch die schönste Stadt der Erde zum Probenort“, schwärmt er. „Überall sind Musik, Geschichte und Kultur allgegenwärtig. Und in der Festspielzeit sind die weltweit besten Musiker und Sänger in Salzburg. Da brodelt es nur so.“

 

Das Wesentliche ist die Leidenschaft


Der dritte im Bunde ist Thomas Weiss. Ab seinem 12. Lebensjahr marschierte er im Pongau in der Musikkapelle mit und denkt noch heute mit Nostalgie an einen 60-jährigen Kollegen aus seinem Geburtsort Pöham, mit dem er sich eine Stimme teilte. „Wir beide sind dadurch so sehr zusammengewachsen, dass ich ihn in meiner frühen Jugend als einen meiner besten Freunde empfunden habe“, berichtet er. Diese ältere Bezugsperson war für ihn eine äußerst wertvolle Erfahrung, die er jedem jungen Menschen wünscht. Schon früh hat der heute 31-Jährige die Musik als einen Weg gesehen, viele Menschen und Orte kennenzulernen. Mit eiserner Disziplin, vor allem aber mit einem offenen Horizont hat er sein Vorhaben verfolgt und schaffte es 2018 als Bass-Posaunist ins Mozarteumorchester. „Das Wesentliche, das ich aus der Musikkapelle in meinen Traumberuf mitgenommen habe, ist die Leidenschaft beim gemeinsamen Musizieren“, resümiert er.

 

Kooperation mit dem Salzburger Blasmusikverband


Der Teamgedanke steht ganz oben. So nimmt es nicht wunder, dass die drei Posaunisten nicht nur im Mozarteumorchester perfekt harmonieren, sondern auch außerhalb der Proben- und Konzertperioden gerne und viel Zeit miteinander verbringen. Das schweißt zusammen und bestätigt, wie wichtig die soziale Komponente für das nahezu tägliche Zusammenspiel ist.

In der Konzertsaison 2021-2022 startet das Mozarteumorchester eine langfristig angelegte Kooperation mit dem Salzburger Blasmusikverband. Die junge Posaunen-Trias ist in der „Heimspiel“-Reihe des Mozarteumorchesters im Orchesterhaus mit einem abendfüllenden Programm zu erleben. Dann erzählen die drei ihren persönlichen Weg von der Blasmusik zum Mozarteumorchester auf ihren Instrumenten.

 

Konzertsaison 2021-2022:  www.mozarteumorchester.at 

Termine, Infos, Karten: Kartenbüro der Stiftung Mozarteum

Theatergasse 2, 5020 Salzburg  Tel: +43 662  873154

E-Mail: tickets@mozarteum.at