Was war für dich der größte Unterschied zu deiner Heimat, als du nach Salzburg gekommen bist?
Mein erster Ankunftsort, also der erste Kontakt in Europa, war Köln in Deutschland! Die Deutschen dort waren groß, und viele hatten blondes Haar, sodass ich stark das Gefühl hatte, im Ausland zu sein. Als ich danach nach Salzburg kam, hatte ich den Eindruck, dass die Menschen etwas kleiner sind als die Deutschen und dass viele dunklere Haare und braune Augen haben, wodurch ich mich deutlich näher fühlte.
Ich liebe Salzburg und Österreich, aber ich finde es schade, dass es dort kein Meer gibt.Nobuya Kato
Hast du ein Ritual, wie du dich auf das Konzert vorbereitest?
Ja, vor dem Konzert gehe ich immer baden. Ich glaube, das ist eine japanische Gewohnheit, bei der man vor etwas Wichtigem immer den Körper reinigt. Außerdem mache ich nicht vor Konzerten, sondern auch vor der Arbeit immer etwa 30 Minuten lang eine Art von Japanern entwickelte Gymnastik, die dem Yoga ähnelt, bevor ich zur Arbeit gehe.
Das japanische Publikum ist sehr empfindlich. Wenn man zum Beispiel hustet oder sich bewegt, wird man schnell schief angesehen.Nobuya Kato
Was vermisst du am meisten aus Japan hier im Alltag?
Das ist das Meer und die Fische! Ich liebe Salzburg und Österreich, aber ich finde es schade, dass es dort kein Meer gibt. In Japan ist man vom Meer umgeben, sodass man jederzeit schnell ans Meer kann und man kann alle möglichen Fischarten essen.
Ist das asiatische Publikum anders, als das europäische?
Ich kann lediglich über das japanische Publikum sprechen... Das japanische Publikum ist sehr empfindlich. Wenn man zum Beispiel hustet oder sich bewegt, wird man schnell schief angesehen. Sich laut die Nase zu putzen oder mit dem Sitznachbarn zu sprechen, gilt als unangebracht, sodass man vorsichtig sein muss. Da ich mich bei Konzerten so nicht entspannen konnte, bin ich früher kaum hingegangen. Ich kann einfach nicht lange still sitzen... In Europa gibt es zwar auch Leute, die husten oder die Nase putzen, aber man kann sich trotzdem gut entspannen und das Konzert genießen.