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4. Sonntagsmatinee des Mozarteumorchesters am 04. März 2012 | Großes Festspielhaus

2012-02-16 13:00 von Renate Bienert

Pressemitteilung

Am Sonntag, 04. März 2012, 11:00 Uhr findet die letzte Sonntagsmatinee des Mozarteumorchesters dieser Saison im Großen Festspielhaus statt. Auf dem Programm steht Felix Mendelssohn Bartholdys "Elias" op. 70 - Oratorium nach Worten des Alten Testaments. Als Solisten konnten die Sopranistin Sylvia Schwartz, die Mezzosopranistin Bernarda Fink und der Tenor Michael Schade gewonnen werden. Als vierter im Sängerbund hätte eigentlich Thomas Quasthoff auf der Bühne stehen sollen. Nach seinem Rückzug von den Konzertbühnen im Jänner diesen Jahres konnte mit dem Bariton Florian Boesch ein hervorragender Ersatz gefunden werden. Unterstützt werden die Sänger vom Salzburger Bachchor. Am Pult steht der Chefdirigent des Mozarteumorchesters Ivor Bolton.

Das Stück "Elias" feierte bei seiner Uraufführung im Jahre 1846 in Birmingham einen triumphalen Erfolg. Bereits im Sommer 1837 entwarf Mendelssohn Bartholdy gemeinsam mit einem Jugendfreund, dem Hannoverschen Diplomaten Karl Klingemann, das Szenarium zum "Elias". Da der Komponist mit der Arbeit Klingemanns nicht ganz zufrieden war, beauftragte er 1838 den Dessauer Pfarrer Julius Schubring mit der Verfassung des Textes. Seine Vorstellung vom Propheten Elias, welcher kein abgeklärter Heiliger, sondern ein charismatischer Volkstribun ist, beschreibt er in einem Brief an Julius Schubring folgendermaßen: "stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster, im Gegensatz zum Hofgesindel und Volksgesindel, und fast zur ganzen Welt im Gegensatz, und doch getragen wie von Engelsflügeln." Ernsthaft machte sich Mendelssohn Bartholdy erst im Jahr 1845 an die Arbeit, da er von Seiten eines Musikfestivals in Birmingham einen Auftrag erhielt. Nach der Uraufführung auf jenem Festival überarbeitete der noch unzufriedene Komponist das Werk und brachte die Neufassung ein Jahr später unter anderem in London zu Gehör. Mendelssohn Bartholdy wurde am Königshof als "Elias der neuen Kunst" gefeiert. Im diesem Werk zeigt sich Mendelssohn Bartholdys große Kunst der Verknüpfung von barockem Erbe und romantischem Aufbruch.

Sylvia Schwartz zählt zu den fesselndsten Sopran-Stimmen ihrer Generation. Sie ist Ensemblemitglied an der Deutschen Staatsoper Berlin und zudem bei Opernaufführungen an der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper sowie am Théâtre du Châtelet zu hören. Seit der Saison 2010/2011 ist sie an der Wiener Staatsoper engagiert. Neben Opern gehören auch Lieder zu ihrem Repertoire.

Bernarda Finks Repertoire reicht vom Barock bis ins 20. Jahrhundert. Die vielfach preisgekrönte Mezzosopranistin konzertierte bereits mit namhaften Dirigenten wie Harnoncourt, Jansons, Muti oder Rattle und steht häufig mit berühmten Orchestern wie dem Königlichen Concertgebouw Orchester sowie den Wiener und Berliner Philharmonikern auf der Bühne. 

Michael Schade zählt zu den besten Mozart-Tenören und ist in den größten Opernhäusern der Welt zu Hause. Mehrmals stand er auch bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. In seiner Vita tauchen nicht nur die berühmten Konzertstätten auf, sondern auch die renommiertesten Orchester, wie die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie der Concentus Musicus.

Florian Boesch ist sowohl in der Konzert- als auch der Opernwelt zu Hause. Mittlerweile zählt er zu den gefragtesten Liedsängern seiner Generation und erhält Einladungen aus der ganzen Welt. Neben Zusammenarbeiten mit berühmten Dirigenten sang Boesch unter der Leitung von Paul McChreesh bereits die englischen Fassung von Mendelssohn Bartholdys "Elijah".

Die Matineen im Großen Festspielhaus versprechen nicht nur einen wunderschönen Start in den jeweiligen Sonntag sondern machen auch Lust auf mehr Kunst und Kultur. Kinder von 9-12 Jahre können im ersten Teil des Konzertes an einem Workshop teilnehmen, in dem ihnen das Programm näher gebracht wird. Nach der Pause können sie das Erarbeitete mit Ihren Eltern im Konzert live erleben. Mit seiner Karte kann der Konzertgast am selben Tag das Salzburg Museum in der Neuen Residenz am Mozartplatz bei freiem Eintritt besuchen und die wertvollen Kunstobjekte und multimedialen Installationen auf sich wirken lassen. Informationen zum Programm und zu den speziellen Kinderworkshops der Sonntagsmatineen finden Sie auf der Homepage des Mozarteumorchesters unter: www.mozarteumorchester.at.

Tickets können unter +43/662/873154 oder tickets@mozarteum.at bestellt werden.

Das Mozarteumorchester Salzburg geht auf den 1841 unter Mithilfe von Mozarts Söhnen Franz Xaver und Karl Thomas sowie seiner Witwe Constanze gegründeten "Dom-Musik-Verein und Mozarteum" zurück. Heute zählt der Klangkörper zu den führenden Symphonieorchestern Österreichs. Chefdirigent ist seit 2004 Ivor Bolton. Trevor Pinnock ist seit Beginn der Saison 2011/12 Erster Gastdirigent. Das Mozarteum­orchester tritt als Veranstalter zweier Konzertreihen auf: den Sonntagsmatineen im Großen Festspielhaus und den Donnerstagskonzerten im Großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg. Im künstlerischen Mittelpunkt stehen die Musik der Wiener Klassik und ein großes symphonisches Repertoire bis zur Gegenwart. Darüber hinaus ist das Orchester bei den Salzburger Festspielen, der Salzburger Mozartwoche und als Opern­orchester des Salzburger Landestheaters engagiert. Offizielle Hauptsponsoren des Mozarteumorchesters sind Mercedes-Benz Österreich und die Leica Camera AG.

Bitte geben Sie uns bis 27. Februar bekannt, ob Sie Pressekarten benötigen.

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